Pass Labs

Logo PassÜber Nelson Pass ist viel und auch Zutreffendes geschrieben worden, es wäre ermüdend, auch nur das Wichtigste zu wiederholen; meist konzentrieren sich die Schilderungen auf die technische und die Schaltungsseite (beim deutschen Importeur gibt es eine gute und ausführliche Darstellung).

Für mich steht im Vordergrund: Nelson Pass ist ein passionierter Tüftler, der es aber – im Unterschied zum Großteil seiner sicher kaum minder begabten Kollegen – geschafft hat, eine Firma für Audio-Elektronik groß zu machen und über Jahre stabil zu halten. Die wichtigsten Aspekte bei der Beurteilung der Sicherheit einer Investition in Pass-Geräte, nämlich die hinsichtlich Kontinuität und Zukunftsperspektive, fallen ebenso positiv wie vertrauenerweckend aus:

  1. Nelson Pass ist Jahrgang 1951, seine Ingenieurskunst und seine Philosophie werden uns also noch einige Jahre selbst aktiv erhalten bleiben.
  2. Seine Nachfolge an der Unternehmensspitze hat er sehr erfolgreich und geräuschlos über die Bühne gebracht.
  3. In der Produktentwicklung hat er ebenso begabte und innovative Mitarbeiter anziehen und über mittlerweile lange Jahre halten können.
  4. Die Produktpalette umfaßt lediglich Verstärker, das Unternehmen konzentriert sich auf das, was es am besten kann (seine ‚Kernkompetenz‘).
  5. Das hohe interne Innovationstempo wird in nur gemäßigter Dimension in neue Produkte umgesetzt und auf den Markt gebracht, so daß eine Serie über einen längeren Zeitraum verfügbar bleibt, ältere Modelle nicht – wie bei anderen Herstellern – im Jahresrhythmus durch neue Varianten abgelöst werden und dadurch einen rapideren Wertverlust erleiden.
  6. Die Fertigungsqualität ist erstklassig, das Design im besten Sinne zeitlos: modern, vielleicht auch lifestylig, aber nicht modisch-trendig.

Das Spektrum der Pass-Geräte reicht von der traditionell angebotenen Kombination aus Vor- und Leistungsverstärker (in Monoblock- oder Stereoausführung) über Phonovorverstärker bis hin zur vergleichsweise jungen Modellreihe der Vollverstärker und dem brandneuen Kopfhörerverstärker. Auch preislich wird ein weiter Bereich abgedeckt: der preiswerteste Vollverstärker (INT 30A bzw. INT 150) notiert mit 8.950 €, der teuerste Mono-Endverstärker (Xs 300) erleichtert das Sparbuch um 101.500 € (pro Stück) – das dürfen wir auch dem schwachen Euro zuschreiben.

Über die Produktpalette 2014 informiert diese (englischsprachige) Broschüre oder die informative Website.

Bei AUT erleben Sie z. Zt. die Phono-Vorstufe XP 15, die Line-Vorstufe XP 10, die Stereo-Endstufe X 250.8 sowie den Vollverstärker INT 150. Der Klang der Pass-Geräte ist unverwechselbar: musikalisch, flüssig und fließend, raumgreifend, geschmeidig und sanft wie eine gute Röhre, dabei baßfest, straff und kraftvoll, wie es doch nur ein Transistor kann. Ohne Härte oder Schärfe einerseits, ohne Weichspülung andererseits, ausbalanciert. Lautsprecher, die gerne Kraftreserven im Hintergrund spüren, werden souverän geführt.